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Die vier Farben der Maßnahmebefürworter

Corona-Skeptiker sind allzu oft von ihren Gegnern psychologisch durchgecheckt worden. Zeit für Revanche.
Vier Farben stehen für vier Charaktermerkmale, die sich in unterschiedlichen Anteilen beim klassischen Maßnahmebefürworter finden. 

Schwarz - Die Angst:

Die Angst, besonders die Angst vor dem Tod trifft jene eher, die in Aufschubphasen leben. Es existieren große unerfüllte, vor sich her geschobene Wünsche und Bedürfnisse, deren Erfüllung man sich in einem zukünftigen Leben erhofft. Da bewirkt es eine Schockreaktion, wenn man plötzlich mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert wird. "Ich wollte doch noch ... eigentlich". Der Gedanke an ein nahes Ende deckt die ganze Misere der aufschiebenden Lebensart auf. Dies führt zu übersteigerter Angst, zwanghafter Risikominimierung und Hypochondrie.      

Rot - Der Helferkomplex:

Die Grunderzählung der Pandemie, wonach man durch sein Verhalten Leben retten kann, triggert alle Menschen mit Neigung zu Schuldgefühlen, Mitleid und Helferkomplexen. Für Menschen mit Helferkomplex ist nichts schlimmer als unterlassene Hilfeleistung. Das Gefühl Gutes zu tun, ist für diese Menschen sehr wichtig. Die Frage ob es wirklich gut ist, ist völlig zweitrangig.   

Gelb - Der Herdentrieb:

Manche Menschen haben große Angst davor, auffällig zu werden - speziell negativ. Sie wollen in der Masse aufgehen, unsichtbar sein, sich stromlinienförmig verhalten und gehorchen. Das ist im Grunde sinnvoll, denn es spart Energie. Das Bestreben dieser Menschen ist es, stets zu erkennen, welches Verhalten und welche gedankliche Einstellung die wenigsten Konflikte erzeugt. Lieber verhalten sie sich völlig entgegen ihres eigenen Instinktes als entgegen der vermuteten Erwartung an ihr Verhalten. 

Grün - Vertrauen:

Ebenfalls zum Zwecke der Energieeinsparung ist die Gläubigkeit geeignet. Es handelt sich hierbei keineswegs um Naivität. Wenn man Techniken entwickelt, die die Vertrauenswürdigkeit beurteilen können, kann man von der Kompetenz anderer Personen profitieren, anstatt sich mit Sachverhalten selber befassen zu müssen. Wie man Vertrauen erzeugen kann, wissen Drücker. Und woran man Drücker erkennen kann, wissen wiederum jene, die grundsätzlich misstrauisch sind. Nur wird dem misstrauischen Psychologen zum Verhängnis, dass unter Umständen eine Misstrauen erregende Sache trotzdem wahrer sein kann als eine vertrauenswürdige.   

 

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