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Wenn Impfstoffe gegen den Omikron-Tod wirken sollen

In der BILD warnt Panik-Kalle Lauterbach auch im Januar noch vor Omikron. Konkret die Ungeimpften. Sie hätten keinerlei Schutz. Schon eine Erstimpfung würde das Todesrisiko senken. Man sehe dies daran, dass Omikron in Ländern mit hoher Impfquote sehr wenige schwere Fälle verursache.

Längst haben auch die Corona-Hardliner mitbekommen, dass die Impfung spätestens bei Omikron kaum noch gegen Infektion schützt. Die Zahlen sind erdrückend. Da man aber nicht gewillt ist, die Impfpropaganda und das Gerede von der Impfpflicht einzustellen, muss eine neue Erzählung her. Diese lautet, dass es die Impfung ist, die Omikron zu einer harmlosen Grippe macht. Das Leben der Ungeimpften aber sei genauso gefährdet wie bei Delta.

Ganz anders klingt da die Omikron-Entdeckerin aus Südafrika (Impfquote 25%): „Egal, ob die Patienten jung oder alt waren, egal, ob geimpft oder ungeimpft, egal, ob mit oder ohne Vorerkrankungen, wir sehen milde Verläufe, ohne die Notwendigkeit, die Patienten zu hospitalisieren.“ 

Nicht nur die südafrikanischen Zahlen geben ihr recht, welche eine zehn mal niedrigere Sterblichkeit andeuten. Auch die gemessene Viruslast in den Lungen von Erkrankten war zehnmal niedriger als bei vorherigen Varianten.  
Trotzdem behauptet Lauterbach, die geringere Letalität wäre eine Folge des Impfens. 
Er ahnt nicht, welchen Unsinn seine Aussagen zur Folge hat. Denn es gibt ein logisches Problem: Damit sich die Letalitätsrate durch das Impfen senkt, müssen sehr viele Infizierte geimpft sein. Je besser die Impfung gegen den Tod wirkt, desto ungünstiger muss das Verhältnis zwischen Geimpften und Ungeimpften bei den Infektionszahlen sein.

Wenn ich Lauterbach fragen würde, wie wirksam die Impfung gegen den "Omikron"-Tod ist, würde ich vermutlich eine Zahl größer 90% hören. Was er offenbar nicht überschaut:

Bei einer Wirksamkeit der Impfung von 90% gegen den Tod  und einer (in verschiedenen Ländern gemessenen) Verringerung der Letalität um 90%, müssen 100% der Infizierten geimpft sein. 

 Anders ließe sich die Verringerung der Letalität mittels Impfung mathematisch nicht bewerkstelligen.  

Bei einer Wirksamkeit von satten 100% gegen den Tod müssten immerhin 90% der Infizierten geimpft sein. Die anderen 10% sind dann Ungeimpfte, bei denen das Virus (nach Lauterbach) so tödlich ist wie bisher.  

Ein weiteres logisches Problem:
Wenn man davon ausgeht, dass der Impfstoff keinerlei Schutz vor einer Omikron-Infektion bietet, ist der Anteil der geimpften Infizierten identisch mit der Impfquote in der Bevölkerung. Kaum ein Land der Welt kann aber eine Impfquote über 90% bieten. 

Da die Impfung bei Omikron kaum besser gegen den Tod wirken kann als bei Delta, kann man sich auf bekannte RKI-Zahlen stützen: In KW 45-48 waren in der Altersgruppe Ü60 45% der Toten mit bekanntem Impfstatus vollständig geimpft. Bei einer Impfquote in dieser Altersgruppe von 85% entspricht dies einer Wirksamkeit der Impfung gegen den Tod von etwa 85%. Wenn nun also in Deutschland - so wie in Dänemark und UK - die Letalität in der Omikron-Welle ebenfalls um den Faktor 10 zurückgeht (90%), dann müsste die Zahl der infizierten Geimpften größer als 100% sein. Sofern man Lauterbach glauben will, dass allein die Impfung Omikron unschädlich macht. Das ist einfach Blödsinn. 

Schon wenn die Impfwirkung gegen den Tod wenig kleiner als 100% ist, wird es logisch unmöglich, die geringere Letalität allein der Impfung zuzuschreiben.
Zudem weist die geringe Impfquote in Südafrika und die obige Aussage darauf hin, dass es vor allem das Virus ist, das die geringere Letalität selbst besorgt.

Sofern sich die Letalität in der Omikron-Welle weniger stark senken sollte, sieht das anders aus. Wenn sich die Letalität nur halbieren würde, müsste bei der vom RKI festgestellten Wirksamkeit der Impfung gegen den Tod der Anteil der geimpften Infizierten bei 60% liegen. 

Fazit: Die Impfung soll offenbar trotz der veränderten Ausgangslage an den Mann gebracht werden. Faktisch und rechnerisch ist das Unsinn. 



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