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Zeitgeschichte im Tiergarten - Augenzeugenbericht - 1.8.2020 Berlin

 Wie war denn nun die Teilnehmerzahl am "1.8. - Tag der Freiheit" in Berlin? Gab es "Rechte", gab es Pöbelei? Ich war dabei und ich kann bezeugen: Ein paar "Rechte" sind immer dabei und Pöbelei gab es auch, allerdings kam die von denen, die am Rande dem Widerstand Widerstand leisteten. 


"Ihr dämlichen Trottel" steht auf einem handgemalten A3-Blatt, das ein Jugendlicher am Straßenrand hochhält. Daneben steht seine Partnerin, fast breitbeinig wie ein Security-Mann. Dabei ist der Personenschutz gar nicht notwendig. Die Demonstranten sind an diesem Sonnabend-Mittag in Berlin-Mitte bei bestem Sommerwetter zu fröhlich und  ausgeglichen, um sich wirklich provozieren zu lassen. Auch nicht von aus dem Dachgeschoss geworfenen nassen Lappen, die zum Beispiel mich selbst um einen Meter verfehlten. Oder war es eine volle Windel? Eine solche Form der Meinungsäußerung ist zwar relativ feige, aber da es sich nicht um Steine oder ähnliches handelte, will ich sie wenigstens noch als friedlich bezeichnen. 
Da zolle ich dem jungen Mann am Straßenrand regelrecht Respekt für seinen Mut. Oder ahnte er schon, dass sich die dämlichen Trottel kommentarlos erniedrigen lassen? Die bunte Truppe der Covidioten klatscht im Rhythmus mit, wenn jemand in einer wieder anderen Form des Wider-Widerstandes mit auf's Fensterbrett gestellten Boxen "Bella Ciao" abspielt. Und als eine kleine organisierte Gegendemonstration (unter anderem mit einer Fahne der Grünen) hinter einer Absperrung skandiert "Nazis raus", riefen es die dämlichen Trottel auch noch im Chor nach. 
Selbstverständlich haben sich auch Rechte in den Demonstrationszug "geschmuggelt", wie überall, wo man sie als Gegenargument gern entdeckt oder gar enttarnt. Doch als später auf der Kundgebung jemand über Mikro rief, dass mal alle "Rechte" die Hand heben sollten, sehe ich kaum rechte Arme in der Höhe. Bei "mal alle Linke" waren es schon mehr. Und bei "Weder rechts noch links" haben die meisten gleich zwei Arme gehoben und gejubelt. 

Doch zurück nach Berlin-Mitte. Im Grunde gab es drei Gruppen von Zuschauern. Gruppe 1 (groß) schien irritiert, wie viele Verschwörungstheoretiker es offenbar gibt und dass sie wie normale Menschen aussehen. Gruppe 2 (klein) bekundete mehr oder weniger deutlich Zustimmung. Gruppe 3 (klein)  bekundete mehr oder weniger deutlich Widerspruch. Letzteres nicht zwangsläufig mit dem Totschlagargument "Ihr seid Nazis oder Ihr toleriert Nazis". Mir schien, dass die jugendlichen Randprotestler durchaus am Thema interessiert waren und mit Stolz ihre Maske trugen. Vom Alter her könnte es bei manchen hinkommen, dass sie als Kinder mit LEGO-Ninjago gespielt haben und sich allein deswegen die Mund-Nasen-Bedeckung wie das Utensil eines heldenhaften Kampfes anfühlt. Im Gegensatz zu den Maskenträgern "aus Vorsicht" tragen sie nämlich niemals medizinische Masken, sondern am liebsten festere Modelle, die über das Kinn gehen, vorzugsweise in schwarz. 
Ein offenbar abgesprochener Fahrrad-Corso mit dunkel gekleideten und maskierten Personen bahnte sich denn auch am Rande den Weg und ein Fahrradfahrer spuckte eine Frau an - dazu nahm er seine Maske kurz ab. 
Apropos Frauen. Ich weiß nicht, ob es jemand auch so beobachtet und berichtet hat. Die Mehrzahl der Demonstrant_Innen waren meiner Meinung nach Demonstrantinnen. Das Durchschnittsalter aller Teilnehmer würde ich mit 30-40 angeben.  Eine "Oma gegen Corona" erntet Beifall und ist ein begehrtes Fotomotiv. Sie trägt eine Blume und ein Schild "Ich lasse mich nicht impfen".  Offenbar sind die Demonstranten erst im Laufe eines längeren Lebens zu Trotteln geworden, während die vereinzelt protestierenden Jugendlichen dank Bildung und Medien über einen so scharfen Geist zu verfügen scheinen, dass Lebens- oder gar Diktaturerfahrung bei der Wahrheitsfindung überflüssig sind. Schon rein geografisch ist nicht verwunderlich, dass beachtlich viele Arme hochgehen bei der Frage eines Redners: "Wer kommt aus der ehemaligen DDR?". 
 
Rundherum spüre ich Begeisterung und sogar Stolz, eine solche Menge zusammen bekommen zu haben. Immer mal sieht man diverse gelbe Ortseingangsschilder, manchmal auch Länderfahnen, wobei die  schwedische Flagge wohl eher eine Haltung als eine Herkunft verrät. Mir fiel dabei ein, dass in Schweden eine linksliberale Regierung im Amt ist. Dort sind es die Rechten, die die Regierung für jeden toten Pflegeheimbewohner anklagen. In Deutschland sind es kurioser Weise bevorzugt die Linksintellektuellen und die Linksliberalen, die sehr emotional auf die Corona-Widerständler reagieren. Ein studentisch wirkender Maskenmann am Straßenrand ruft: "Dann geht doch weg. Haut doch ab." Klar, Schweden ist nicht so weit und wenn mich ein Reporter gefragt hätte, warum ich heute hier bin, hätte ich gesagt: Ich will einfach nur, dass man es hier so macht wie in Schweden. Kein Zwang. Keine Ideologie. Offenheit. Und in dessen Folge eine freie Wissenschaft, die im freien Diskurs ein viel differenzierteres Bild der Sichtweisen liefert und zwangsläufig eine andere Problembewältigung befördert. Bis jetzt ohne jene katastrophalen Folgen, die hierzulande zum Beispiel als Argument gegen die Aufhebung der Maskenpflicht angeführt werden. 
So gut wie keiner der Demonstranten trägt eine Maske. Anderes war von Gegnern der Maskenpflicht nicht zu erwarten. Dass die Demonstranten eine Maske tragen oder alternativ Sicherheitsabstand halten sollen, wurde vom Veranstalter vor der Abschlusskundgebung jedoch mehrfach ausdrücklich eingefordert. 
Man könnte wie folgt argumentieren: Wir Trottel sind nicht nur dämlich, sondern psychisch krank. Denn jeder psychisch gesunde und kognitiv normale Mensch kann verstehen, dass die Maske im Laden, in der Bahn oder bei der Demo die Pandemie eindämmt und dass das doch wohl auch nicht zuviel verlangt ist. Nur: Die von vielen klugen und gesunden Leuten den Corona-Demo-Teilnehmer gern unterstellte psychische und kognitive Beeinträchtigung müsste dann aber auch ein triftiger Grund für die Befreiung von der Maskenpflicht sein, oder? 
Dass Massen von psychisch beeinträchtigten Menschen an einem Ort zusammenkommen, ist fatal. Aber wenn man diese eh zum Teufel wünscht, wenn man sie bespuckt und mit nassen Lappen bewirft - warum will man sie dann unbedingt vor der Infektion mit einem gefährlichen Virus beschützen? 
Wenn es 20 000 Teilnehmer waren und man innerhalb einer symptomlosen Inkubationszeit von 7 Tagen in Deutschland 3000 "Positive" findet, dann dürften bei dieser Demo statistische 0,7 Infizierte dabei gewesen sein, welche an frischer, warmer Luft bei viel Sonnenlicht innerhalb von 5 Stunden vermutlich kaum jemanden anstecken konnten. 

Aber wenn man die Gefährlichkeit der Demonstration vergrößern will, hätte ich einen Tipp. Man ändert die Teilnehmerzahl. Dazu muss man nicht lügen, man versucht halt nicht, die Teilnehmerzahl künstlich runter zu rechnen. Das Problem beim Runterrechnen ist nämlich, dass dann wiederum der Sicherheitsabstand eingehalten worden sein muss. Die Straße des 17.Juni ist ca. 35 Meter breit und gemäß Luftbild 1500 Meter lang mit Menschen gefüllt war, dann ergibt das eine Fläche von 52 500 Quadratmetern. Und dann steht jeder einzelne von 20 000 Menschen im Schnitt auf 2,6 Quadratmetern, also in einem Sicherheitsabstand von ca. 2 Metern zum nächsten. Da sage ich nur: Auflage erfüllt - Maskenpflicht unnötig. 
Leider muss ich bezeugen, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter eher selten zu beobachten war. Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass viele nicht allein dort waren, sondern vermutlich auch einige Stunden vorher und nachher, oder gar Jahre mit den jeweiligen Begleitern Aerosole ausgetauscht haben und ein vorübergehender Sicherheitsabstand sinnlos wäre. . 
Ich würde sagen, dass jeder Mensch im Schnitt höchstens auf einem Quadratmeter stand oder zeitweise auch saß. Und zum Sitzen braucht man einen Quadratmeter, sofern man kein geübter Yogi ist. Von Kopf zu Kopf ist das also ein Abstand von ca. 80 Zentimetern. Das sind siebzig Zentimeter zu wenig. OK, nicht regelkonform ohne Maske, aber eben an der frischen Luft. 
Das muss so gewesen sein, denn die Aufforderung zur Auflösung erfolgte aufgrund massenhaft festgestellter Verstöße gegen die Auflagen. Diese heißen - entweder Maske oder Sicherheitsabstand. Da offensichtlich keiner eine Maske trug (außer Reporter und Polizei) kann nur der fehlende Sicherheitsabstand angeprangert worden sein. Doch dann müssen es auf einer Fläche von 52 500 Quadratmetern mindestens 50 000 Teilnehmer gewesen sein. 100 000 Teilnehmer halte ich für realistisch. 200 000 wären m.E. eine hohe Schätzung, wie sie aber für Veranstalter üblich ist und von den Medien übernommen wird. Mehr als 500 000 wären eine Übertreibung, denn soweit ich weiß, führen solche Teilnehmerzahlen automatisch zu massiven Verkehrsproblemen, schon bei der Anreise. Dass jemand im völligen Überschwang auf 1,3 Millionen kommt und diese Zahl dann verbreitet wird, ist unglücklich, da für alle Coronisten ein gefundenes Fressen.     
Aber warum die Leitmedien eine dreifache Untertreibung der theoretisch leicht zu ermittelnden Mindestzahl von Menschen nötig haben? 
Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber ich fürchte, ich könnte es werden, wenn die so weiter machen.  




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